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Notfallintervention/Traumatherapie
Andreas Schneider und Peter Fleischer sind Trainer für Debriefing und weitergebildet sowohl im Bereich Notfallpsychologische Krisenintervention als auch spezielle Psychotraumatherapie (u.a. in EMDR, Level II). Wir sind Mitglieder des Netzwerks Traumahilfe Augsburg/Schwaben, einer Vereinigung von NotfalltherapeutInnen in Schwaben, die - in bewußter Abgrenzung von kommerziellen Anbietern und verbandspolitischen Interessen - eintritt für eine praktische Verbesserung der praeklinischen Krisenintervention in Deutschland. Im Verlauf der letzten Jahre hat unsere Tätigkeit zwei neue Schwerpunkte bekommen, die nun auch stärker in die Aufmerksamkeit der nicht-fachlichen Öffentlichkeit gerückt sind: Zum einen gewinnt die Arbeit im präventiven Bereich der notfallpsychologischen Maßnahmen endlich mehr Anerkennung im deutschen Sprachraum. Begleitung von Menschen nach extrem belastenden und potentiell traumatisierenden Ereignissen wird deswegen häufiger angefordert: Die professionelle Vermittlung von bewährten Ansätzen im nicht-therapeutischen Setting – wie etwa das Debriefing sensu PERREN-KLINGLER und das CISM-Konzept sensu MITCHELL – zählen wir aus Überzeugung zu unserem Aufgabengebiet, vor allem in Zusammenarbeit mit KollegInnen aus den verschiedensten helfenden Berufen. Zum anderen unterstützen wir psychotherapeutisch Menschen mit komplexer Symptomatik als Folge von traumatisch wirkenden Erlebnissen wie z.B. Naturkatastrophen, sexuellem Machtmissbrauch, schweren Unfällen, Überfällen oder Foltererfahrung. Dies schließt sowohl die Anwendung neuerer Vorgehensweisen – wie z.B. des „EMDR“ sensu SHAPIRO – im Rahmen einer traumatherapeutischen Gesamtkonzeption mit ein, als auch die praktische Arbeit mit Personen, die sich im Falle von sogenannten man made desaster nicht auf der Opfer-, sondern auf der Täterseite befinden.
In Zusammenarbeit mit
dem
Kriseninterventionsdienst Augsburg („KID“), der inzwischen für eine professionalisierte Akutbetreuung
in Augsburg sorgt, Notfallseelsorgern und Kriseninterventionsteams für
Schulen (KIBBS) stehen wir für notwendige Folgebehandlungen zur Verfügung.
Wir
verstehen uns auch als Ansprechpartner vor Ort für Verantwortliche in
Firmen, Banken und (öffentlichen) Institu- tionen, die im fürsorglichen
Interesse für Ihre MitarbeiterInnen Handlungsbedarf sehen im Bereich
betriebliche Präven- tion oder Krisenintervention nach extrem belastenden
Ereignissen.
Als Beispiel einer gelungenen Kooperation in diesem Sinne werten wir unsere Mitarbeit beim bundesweiten Therapeutenteam im Rahmen der "Eschede-Hilfe" der Deutschen Bahn AG, beim Nachbetreuungsprojekt des Landes Thüringen für Betroffene am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt sowie bei der Flutopferhilfe der zentralen Nachbetreuungsstelie "NOAH" ab Januar 2005.
Bitte
wenden Sie sich an uns bei akuten Ereignissen oder im Sinne einer
langfristigen Präventions-Planung für zukünf- tige Notfallsituationen.
Info-Text für KlientInnen der pba Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) - eine unsichtbare Verletzung
Fortbildungsangebot „Kreativität und Lähmung – Spezielle Chancen und Gefährdungen für PsychotherapeutInnen bei notfallpsychologischer Krisenintervention versus traumatherapeutischer Arbeit“ Basiswissen, Hilfestellung und Reflexionsraum
KollegInnen in Beratungsstellen und Freien
Praxen sind in jüngster Zeit zunehmend häufiger mit Ratsuchenden bzw.
Betroffenen konfrontiert, die nach (potentiell) traumatisierenden
Erlebnissen professionelle Unterstützung suchen.
Wegen einer bislang fehlenden, notfallpsychologischen “Infrastruktur“ - analog zur bereits gut etablierten Notfallmedizin - innerhalb des Gesundheitssystems ist die Situation vielerorts brisant geworden, v. a. wenn in Ballungsräumen nicht ausreichend viele, kurzfristig verfügbare Psychotherapieplätze angeboten werden. Der Workshop soll daher auf die Besonderheiten eingehen, die den Prozeßverlauf auf Seiten der KlientInnen nach plötzlichen oder anhaltenden, extrem bedrohlichen bzw. ausweglosen Lebensereignissen prägen. Inhaltlich soll Basiswissen vermittelt werden zur notfallpsychologischen Krisenintervention bzw. Psychotraumatologie (Besonderheiten der Exploration beim Erstkontakt; Einordnung von Standardtechniken wie die des Debriefing, Kernkompetenzen der Begleitung im nicht-therapeutischen Setting etc.; Vorstellung und kritische Würdigung des „EMDR“ im Rahmen eines traumatherapeutischen Gesamtkonzeptes ). Der Hauptschwerpunkt soll jedoch auf der Erarbeitung einer individuellen Hilfestellung für TherapeutInnen liegen, die selbstverständlich auch in ihrer eigenen Person speziellen Gefährdungen ausgesetzt sind und/oder besonders kreativ werden können bei der engagierten Unterstützung von KlientInnen mit traumatischem Erlebnishintergrund. Insbesondere die Eröffnung eines Selbsterfahrungs–Reflexionsraumes in der Gruppe ist notwendig, um als TherapeutIn einer salutogenetischen Haltung und einem ressourcenorientierten Handeln näher zu kommen.
Methodisches Vorgehen bei der Gruppenarbeit:
Als Gestalttherapeut arbeite ich gerne prozessorientiert, d. h. mit den Fragen, die sich im gemeinsamen Arbeiten ergeben, und im Wechsel folgender Methoden: 1) Dialogische Exposition (Inhaltliche Darstellung) 2) Selbsterfahrungs-Einheiten in Kleingruppen 3) Theoretische Reflexion in der Gesamtgruppe 4) Spontanes „In-Szene-Setzen“ von Supervisionsanliegen aus dem TeilnehmerInnenkreis N.B.: Bitte kein Handy-Gebrauch und Mitschreiben während des Workshops! Handouts der verwendeten Materialien werden zur Verfügung gestellt. Termin: Auf Anfrage: 2 Seminartage 2011, Freitag und Samstag, jeweils 9 - 17 h Ort: Praxis pba, Grottenau 2, 86150 Augsburg Kosten: 300.- € für sonstige interessierte KollegInnen 16
Seminareinheiten in einer auf max. 12 Teilnehmer/Innen begrenzten Gruppe. Leitung: Dipl.-Psych. Peter Fleischer, Psychol. Psychotherapeut, Supervisor & Notfallpsychologe BDP
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