Atemarbeit, die tiefer geht
Vielleicht haben Sie Atemarbeit schon erlebt: eine Breathwork-Session, die Sie überrascht hat, ein Kribbeln im ganzen Körper, Tränen, die einfach kamen, ein Moment großer Weite. Und vielleicht auch die Frage danach: Was war das eigentlich – und was bleibt davon?
Ein intensives Atemerlebnis ist heute schnell zu haben. Eine Erfahrung, die bleibt, braucht mehr: Zeit, einen sicheren Rahmen und eine Begleitung, die versteht, was der Atem in Bewegung bringt. Diese Seite richtet sich an alle, die tiefer gehen möchten.
Atemarbeit: vom Erlebnis zur Erfahrung
Viele Breathwork-Formate setzen auf Intensität. Mit schneller, verbundener Atmung lassen sich in kurzer Zeit starke Zustände hervorrufen, körperlich wie emotional. Das kann eindrucksvoll sein. Doch ein Durchbruch, der nicht eingeordnet wird, verblasst oft nach wenigen Tagen oder hinterlässt mehr Fragen als Klarheit.
In der Gestalttherapie unterscheiden wir zwischen dem, was wir erleben, und dem, was wir daraus erfahren. Der Atem ist dabei nicht das Ziel, sondern ein Zugang zu Gefühlen, Körperempfindungen und alten Mustern. Die eigentliche Arbeit beginnt dort, wo wir mit dem, was sich zeigt, in Kontakt bleiben.
“Nicht die Intensität eines Atemerlebnisses entscheidet,
sondern ob es einen Platz im eigenen Leben findet.”
Sie suchen nach einem Urlaubsseminar?
Kommen Sie mit zum Atemseminar in Alonnisos, Griechenland im Mai 2027.
1 Woche Meer und Arbeit in der Kleingruppe.
Was bei intensiver Atemarbeit im Körper geschieht
Atmen wir schneller und tiefer als nötig, atmen wir mehr Kohlendioxid ab. Das Blut wird leicht basisch, und das verändert vorübergehend die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln. Daher kommen die typischen Begleiterscheinungen: Kribbeln in Händen und Gesicht, Verkrampfungen der Finger, Schwindel oder Benommenheit. Diese Reaktionen sind meist harmlos und klingen ab, sobald sich der Atem normalisiert.
Gleichzeitig verändert sich die Wahrnehmung. Kontrolle lockert sich, und Gefühle oder Erinnerungen können leichter auftauchen. Darin liegt die Kraft intensiver Atemarbeit, und zugleich der Grund, warum sie eine erfahrene Begleitung braucht. Eine ruhige, verlängerte Ausatmung wirkt dagegen eher regulierend und lässt den Körper in die Entspannung finden.
Wann ist Vorsicht geboten?
Bei intensiver Atemarbeit ist vorab Rücksprache wichtig, etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Schwangerschaft, Glaukom, kürzlich erfolgten Operationen oder akuten psychischen Krisen. Ein Atemseminar ist ein Angebot zur Selbsterfahrung und ersetzt keine Psychotherapie.
Atemarbeit und Beziehung: Was der Atem über Nähe und Distanz verrät
Der Atem verändert sich nicht nur mit unserer Stimmung, sondern auch mit unserem Gegenüber. In der Gestalttherapie sprechen wir von der Kontaktgrenze: dem Ort, an dem wir uns anderen öffnen oder verschließen. Der Atem macht diese Grenze spürbar, oft lange bevor wir sie in Worte fassen können. Deshalb ist Atemarbeit in der Gruppe mehr als gemeinsames Üben. Was sich im Atem zeigt, kann direkt in der Begegnung erkundet werden. Verbunden mit Bewegung und Freiem Tanz bekommt es zusätzlich einen körperlichen Ausdruck.
Unser Workshopangebot
Seminarthema 2027: Beziehungen
Nähe und Distanz, Sehnsucht und Angst vor Ablehnung: In den Intensivtagen „Atem und Bewegung“ gehen wir diesen Themen mit Atemarbeit, Körpermeditation und Freiem Tanz nach.
Woran Sie ein seriöses Atemseminar erkennen
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Atemarbeit kann berühren, was lange verborgen war. Wenn es darauf ankommt, macht eine fundierte therapeutische Ausbildung den Unterschied. In unseren Seminaren ergänzen sich zwei Perspektiven: die des Psychologischen Psychotherapeuten und Gestalttherapeuten Peter Fleischer, der auch traumatherapeutisch ausgebildet ist, und die der Tanztherapeutin Fatigül Kaya Fleischer.
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Atemtechniken sind schnell gelernt. Gruppenprozesse sicher zu halten, braucht dagegen viele Jahre, wie sie unser Leitungsteam in der Begleitung von Atemgruppen seit Jahrzehnten gesammelt hat.
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Traumasensible Atemarbeit drängt niemanden über die eigenen Grenzen. Intensität ist kein Selbstzweck: Manchmal braucht es Vertiefung, manchmal Halt.
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Was im Atem auftaucht, braucht Gespräch, Ausdruck und Zeit zum Nachwirken. Bei uns geschieht das in der Gruppe, in Bewegung und im Tanz – in einer Gruppe mit höchsten zwölf Teilnehmenden.
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Ein gutes Angebot spricht offen über Kontraindikationen und verspricht keine Heilung.
Integration in der Atemarbeit: währenddessen und danach
Integration wird oft als etwas verstanden, das nach einer Session oder einem Retreat geschieht. Tatsächlich beginnt sie viel früher, und das Setting entscheidet mit, wie gut sie gelingen kann.
Während einer Atemsession gehört dazu, das Erlebte nicht nur zu durchleben, sondern wahrzunehmen und zu benennen: im Nachspüren, im Gespräch, in Bewegung oder Tanz. Was Ausdruck findet, kann sich setzen.
Zwischen den Sessions arbeitet es weiter, im Schlaf, in Träumen, in scheinbar beiläufigen Momenten. Bei einem mehrtägigen Seminar ist das ein wesentlicher Vorteil. Was am Vormittag aufbricht, darf am Nachmittag nachwirken und am nächsten Tag in der Gruppe wieder aufgegriffen werden.
Gerade ein Seminar mit Urlaubsanteil schafft dafür ideale Bedingungen. Freie Stunden am Meer, Schwimmen, Gehen oder einfach Nichtstun sind keine Pause von der Arbeit, sondern Teil der Integration.
Nach der Rückkehr stellt sich die Frage, wie das Neue im vertrauten Umfeld bestehen kann. Hilfreich sind ein bewusster Abschluss, ein klares Bild davon, was sich verändert hat, und kleine Atempraxen im Alltag. Sie erinnern daran, dass der eigene Atem ein Wegweiser bleibt: als Signal, wenn wir uns verlieren, und als Weg zurück zu uns selbst.
Unser Workshopangebot
Atemarbeit am Meer: eine Woche Zeit
Innere Prozesse halten sich selten an Wochenendformate. Eine Woche lässt Raum, um anzukommen, tiefer zu gehen und das Erlebte zu verankern. Die Umgebung trägt dazu bei: Abstand vom Alltag, Natur und Weite unterstützen genau die Integration, die intensive Atemarbeit braucht.
Unsere Intensivtage finden auf der griechischen Insel Alonnisos statt, in einem schlichten Seminarhaus über einer stillen Bucht. Die Gruppenarbeit liegt am Vormittag und frühen Abend, die Nachmittage sind frei.
WorkshopTermin 2027
Intensivtage am Meer – Atem und Bewegung
31. Mai – 8. Juni 2027, Alonnisos, Griechenland.
Nach vielen Jahren findet diese Woche 2027 zum letzten Mal statt.
Auskunft und Anmeldung:
Tel. 0821 515848
peter.fleischer@gestalttherapie-augsburg.de
Seminarleitung
FAQ
Häufige Fragen zur Atemarbeit und Atemworkshops
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Der Atem ist Zugang, nicht Ziel. Wir verbinden ihn mit Bewegung, Tanz und gestalttherapeutischer Gruppenarbeit und geben der Integration viel Raum.
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So intensiv, wie es für Sie stimmig ist. Intensität wird dosiert und begleitet.
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Die Tiefe der Begleitung. Neben Erholung gibt es Raum, persönliche Themen zu bearbeiten, mit psychotherapeutischer Erfahrung und in einer festen Gruppe.
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Nein. Erfahrene wie Neugierige sind gleichermaßen willkommen. Unser Intensivworkshop am Meer findet 2027 das letzte mal auf Griechenland statt – vom 31. Mai bis 8. Juni 2027 auf Alonnisos. Bei Interesse melden Sie isch jetzt telefonisch 0821 - 515848 oder per E-Mail an peter.fleischer@gestalttherapie-augsburg.de.

